Mit technischen Innovationen neue Wege entdecken.

Neuigkeiten aus der Branche, aus den Netzwerken, von unseren Kunden und von JÖIN

Innovationsprogramm Mittelstand

Antragsstellung in ZIM wieder möglich

Nach fast 10-monatiger Antragspause können seit Mittwochnachmittag, den 03.08. im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) wieder Anträge eingereicht werden. Aufgrund stark erhöhter Antragszahlen und begrenzter zur Verfügung stehender Mittel gegen Ende des vergangenen Jahres wurde die Möglichkeit zur Antragstellung in ZIM am 07.10.2021 vorübergehend weitestgehend ausgesetzt... ⇲ Weiterlesen

In der Zwischenzeit wurden einerseits die eingereichten Anträge abgearbeitet und andererseits die Voraussetzungen geschaffen, dass das Programm nachhaltig wieder geöffnet werden kann. Allerdings haben sich die Förderbedingungen zum Teil verändert: Laufzeit- und Mittelverschiebungen werden in Zukunft nicht mehr so einfach möglich sein. Das Ziel dieser Einschränkung liegt darin, die Planungssicherheit der Haushaltsmittel zu erhöhen und mögliche Mittelengpässe in Folgejahren zu verhindern. Während diese Entscheidung alle geförderten Projektpartner gleich betrifft, sind von der zweiten Einschränkung insbesondere diejenigen Unternehmen betroffen, die die Möglichkeiten des ZIM bisher stark genutzt haben. Während bisher 2 Projekte innerhalb von 12 Monaten pro Unternehmen bewilligt werden konnten, ist nun pro Unternehmen nur noch eine einzige Bewilligung alle 24 Monate möglich. Gerade für entwicklungsstarke Unternehmen bedeutet das eine Reduktion der möglichen ZIM-Tätigkeiten um 75 %. Für betroffene Unternehmen ist die Wiedereröffnung von ZIM zwar noch immer eine gute Nachricht, verändert jedoch die Planung der Entwicklungsaktivitäten in hohem Maße. Doch es gibt Alternativen! Gerne unterstützen wir Sie in der Planung Ihrer Entwicklungsaktivitäten und sprechen gemeinsam über die Möglichkeiten, die Sie haben.

Innovationsnetzwerk 5G4Construction

5G-Campusnetze für die smarte Baustelle der Zukunft

Mit Hilfe der 5G-Technologie können höchste Anforderungen an Latenz, Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Sicherheit von Kommunikationsnetzen erfüllt werden. Herausforderungen wie einer lückenhaften Funkabdeckung im Bauareal, logistischer Abstimmung, Arbeitsunfällen oder dem Fachkräftemangel können so künftig gezielt entgegengewirkt werden... ⇲ Weiterlesen

Hierbei zeigt sich derzeit bei allen involvierten Marktteilnehmern ein hohes Interesse an 5G-Campusnetzten, die als abgeschlossenes System die Vorteile von 5G auch da zur vollen Geltung bringen, wo eine reguläre Funknetzabdeckung nicht vorliegt, oder den Ansprüchen an Datensicherheit und eigenen Einflussmöglichkeiten nicht genügt. Abschätzungen zeigen ein Potenzial für 5.000 bis 10.000 5G-Campusnetzen in Deutschland im Zeitraum bis 2025, wobei eine Mehrzahl der Netze bei KMU zum Einsatz kommen wird. Folglich bietet 5G insbesondere in der Baubranche mit vielen ineinandergreifenden Aktivitäten und Beteiligten zukünftig ein riesiges Marktpotenzial. Geplantes Innovations­netzwerk: 5G4Construction Innerhalb des Innovations­netzwerkes 5G4Construction sollen Zukunftsaufgaben wie die Digitalisierung und Vernetzung der gesamten Baustelle vorangetrieben und ganzheitliche Lösungsansätze entwickelt werden. Um diese Vision zu realisieren ist allerdings noch einiges an Entwicklungsarbeit nötig, welche durch das ZIM-Programm des BMWK gefördert werden soll. Das geplante ZIM-Innovations­netzwerk setzt auf Synergieeffekte von KMU und Forschungseinrichtungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – angefangen bei der Planung, über die Datenerhebung und Auswertung bis hin zur Anwendung der Technologie in Maschinen, Werkzeugen oder der gesamten Baustelle.

Neues ZIM Innovationsnetzwerk

Schwere Folgen von Hochwasser für Mensch und Natur verhindern

In den kommenden Jahren wird es aufgrund des Klimawandels immer häufiger zu lokalen Starkregenereignissen und daraus folgenden Hochwassern auch in urbanen Gebieten kommen. Aktuelle Hochwasserschutzmaßnahmen sind diesen neuen Herausforderungen jedoch meistens noch nicht gewachsen. Grund dafür sind vor allem unzureichende Überflutungsvorhersagen, ein Mangel an Sensoren und Messstellen, sowie an flexiblen, mobilen Schutzmaßnahmen... ⇲ Weiterlesen

An diesen Stellen setzen die Partner des Netzwerks „Smarter Hochwasserschutz“ an und entwickeln gemeinsam Lösungen, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Ziele der geplanten Projekte sind die Entwicklung von neuen, smarten Baumaterialien, innovativen Sensoren, digitale Modellierungen der Schutzmaßnahmen und ihre visuelle Darstellung anhand von AR in Kombination mit den verorteten Daten. Auf Basis der Modelle und Daten sollen Simulationen möglicher Hochwasser sowie deren Folgen durchgeführt werden. Mithilfe von künstlicher Intelligenz werden anschließend individuelle Schutzmaßnahmen und Notfallpläne gezielt abgeleitet.

Sieben Unternehmen und die RWTH Aachen University mit drei Instituten haben sich daher zusammengeschlossen, um die gemeinsame Vision „Auswirkungen von Hochwasserkatastrophen (für Mensch und Natur) durch eine intelligente Überwachung, neue Schutzkonzepte und innovative Vorhersagen signifikant abzuschwächen“ zu verwirklichen. Im ZIM-Innovations­netzwerk „Smarter Hochwasserschutz“ sollen durch strategische Synergien und intelligenten Hochwasserschutz die zukünftigen Herausforderungen bewältigt werden.

Ansprechpartner für das Netzwerk ist Dr. Lukas Rübenach.

Aus dem ZIM-Netzwerk 3D-Elektronik

Neues Innovationsprojekt Nano-AVT

Im Rahmen des 3D-Elektronik ZIM-Netzwerkes gefördert vom BMWi wurde im Oktober 2021 das Entwicklungsprojekt „Nano-AVT“ mit einem Fördervolumen von 1,8 Mio. Euro bewilligt und gehört damit zu einem der größten KMU-innovativ Projekte des Jahres. Das Projektkonsortium bestehend aus der NanoWired GmbH, GED Gesellschaft für Elektronik und Design mbH, Becker & Müller Schaltungsdruck GmbH, Huber Automotive GmbH sowie der TU Dresden startet nun gemeinsam mit dem Ziel eine neuartige Aufbau- und Verbindungstechnologie (AVT) für zwei Demonstratoren zu entwickeln... ⇲ Weiterlesen

Insbesondere beim autonomen Fahren ist zukünftig mit steigenden Herausforderungen zu rechnen: Informationstechnische Schnittstellen müssen eine Übertragung großer Datenmengen in Echtzeit ermöglichen. Gleichzeitig führt die steigende Auslastung der Fahrzeuge zu einer größeren mechanischen Belastung der Bauteilgruppen. Konventionelle Aufbau- und Verbindungstechnologien zwischen elektronischen Bauteilen oder Steckverbindungen zwischen Leiterplatten (bspw. Lötverbindungen oder Drahtbonden) stoßen hier an ihre Grenzen. Diese sollen mit dem Projekt „Nano-AVT“ überwunden werden.

Die Basis für die Entwicklung der neuen Aufbau- und Verbindungstechnologie stellt die neuartige Nano-Klettverbindung (KlettWelding) der Fa. NanoWired dar. Hier werden mit Hilfe eines galvanischen Prozesses metallische Nanodrähte aus bspw. Kupfer, Gold oder Zink auf Substrate aufgebracht, welche unter Raumtemperatur und Druck durch mechanisches Verweben der Nanodrähte miteinander verbunden werden. Diese Verbindungen weisen gegenüber konventionellen Löt- oder Steckverbindungen deutlich bessere elektrische, wärmeleitende und mechanische Eigenschaften auf. Zudem kann der Einsatz umweltschädlicher, halogenhaltiger Flussmittel weltweit deutlich reduziert und elektronische Bauteile mit einem deutlich geringeren Energieeinsatz hergestellt werden.

Es sollen zwei Demonstratoren, ein Hochfrequenz-Datenlogger und ein Hochleistungs-DC/DC-Wandler, mit Signalübertragungsraten bis 20 Ghz bzw. Leistungsdichten bis 20 kW/dm3 auf Basis der neuen Nano-AVT entwickelt werden. Komplettiert werden diese Entwicklung durch die Entwicklung einer technischen Schnittstelle zur Integration der neuen KlettWelding- Technologie in die Leiterplattenherstellung. Durch die Integration kann langfristig das technologische Potential der neuen Nano-AVT auch in deutlich kostensensitiveren Bereichen genutzt werden.

Entstanden ist das Entwicklungsprojekt „Nano-AVT“ innerhalb des 3D-Elektronik Netzwerkes. Nach dem erfolgreichen Abschluss der geförderten Netzwerklaufzeit soll dieses nun im Rahmen eines Innovationstages weitergeführt werden. Dieser beinhaltet u. a. TechTalks, Betriebsrundgänge, Beratung zu Fördermitteln sowie die Fortführung der gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit. Zudem ist nun auch die Einbindung weiterer Partner möglich. Interessierte Unternehmen können sich gerne an Ann-Cathrin Hubschneider (a.hubschneider@joein.de) von Jöckel Innovation Consulting wenden.

ZIM Erfolgsbeispiel

Digitale Dachvermessung im Flug

Wir freuen uns, dass aus dem von uns betreuten ileM Netzwerk mit dem Projekt "DigiSan" ein weiteres ZIM-Erfolgsbeispiel erwachsen ist. Im Netzwerk ileM arbeiten neun Unternehmen und die RWTH Aachen gemeinsam daran, die Nachhaltigkeit im Metallleichtbau zu erhöhen. Die Netzwerkpartner stammen größtenteils aus dem Bereich des Metallleichtbaus und bilden dabei die gesamte Wertschöpfungskette von der Planung über die Herstellung und Verarbeitung von Halbzeugen bis hin zur Montage sowie Sanierung ab... ⇲ Weiterlesen

„Im Industriebau besteht ein hoher Sanierungsbedarf. Bisher erfolgen viele Sanierungsschritte manuell, womit ein hoher Aufwand einhergeht. Durch die Entwicklung einer digitalen Verfahrenskette kann die Sanierung von Leichtbaudächern deutlich schneller und mit mehr Planungssicherheit durchgeführt werden. (…) In einem ersten Schritt wird optisch mittels Drohne die Bestandsaufnahme durchgeführt. Eine besondere Herausforderung stellt hier die zentimetergenaue Detektion von geometrischen Details und die Einschätzung von bauphysikalischen Schwachstellen dar. Die aus den Luftaufnahmen erzeugten Punktwolken werden anschließend weitgehend automatisiert ausgewertet.“ Der detaillierte Bericht steht auf der ZIM Webseite zur Ansicht oder Download bereit.

Sie haben auch eine innovative Idee, die sie gerne umsetzen wollen, wissen aber nicht genau wie sie das Vorhaben am besten angehen? Sprechen Sie uns an! In den letzten 25 Jahren haben wir über 1000 Projekten im Mittelstand zum Erfolg verholfen.

Neues Förderinstrument

Steuerliche Forschungszulage

Die Steuerliche Forschungszulage (SFZ) ist ein neues Förderinstrument, das deutschen Unternehmen aller Rechtsformen und Größenordnungen zur Verfügung steht. Dabei können Sie für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, für die Sie bislang noch keine Förderung erhalten haben, eine steuerliche Zulage beziehen... ⇲ Weiterlesen

In dem geförderten Projekt können Sie 25 % Ihrer Personalaufwendungen für eigenbetriebliche FuE sowie 15 % Ihrer Ausgaben für Auftragsforschung über die Zulage bis zu 1.000.000 € zurückerhalten. Dabei handelt es sich um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss, der mit der nächsten Steuerveranlagung verrechnet wird. Mit der SFZ können Sie Projekte sogar rückwirkend fördern lassen, wenn diese nach dem 01.01.2020 durchgeführt bzw. beauftragt wurden.

Das Antragsverfahren für die Gewährung der Forschungszulage ist zweistufig. Zunächst wird das Projekt der Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) vorgestellt. Die Bescheinigungsstelle prüft die inhaltlichen Voraussetzungen und stellt eine Bescheinigung über das zu begünstigende FuE-Vorhaben aus. Mit dem positiven Bescheid wird anschließend der Antrag auf Forschungszulage beim zuständigen Finanzamt gestellt.

Planen Sie derzeit ein FuE-Projekt oder haben Sie kürzlich eines begonnen? Kontaktieren Sie uns und wir klären, ob Sie das Vorhaben im Rahmen der SFZ fördern lassen können. Ihr Ansprechpartner hierfür ist Jonathan Lerch.

Mit grünem Wasserstoff die Welt retten?

Innovationen durch Wasserstoff

Wasserstoff ist der Megatrend im Bereich Energie. Richtig eingesetzt, hilft grüner Wasserstoff dem Klimawandel zu begegnen. So weit so gut. Aber was kann man als mittelständisches Unternehmen tun? Publikationen lesen und gut finden? Okay. Wasserstoff-Aktien kaufen? Das ist derzeit vor allem gut fürs Portemonnaie. Ein Wasserstoffauto fahren? Wir haben uns bei JÖIN im letzten Jahr bewusst für einen Toyota Mirai als Firmenfahrzeug entschieden... ⇲ Weiterlesen

Ein blaues Fahrzeug mit direkter Assoziation zu frischem Wasser macht auf jeden Fall schon mal ein gutes Gefühl. Das spezielle Design spaltet die Autofans in zwei Gruppen: Entweder man mag es oder nicht. Das Fahren mit der Limousine ist sehr entspannend. Der Elektroantrieb animiert zum Cruisen, aus dem Auspuff kommt leidglich Wasser. Das ist gut für die Nerven und das Gewissen.

Jetzt aber zurück zum Anfang: Wir wollten bei JÖIN ein batterieelektrisches Auto für unsere Flotte, weil wir den Klimawandel ernst nehmen und etwas dagegen tun wollen. Aufgrund der Informationen über die Lithium-Ionen-Akkus, die heute verbaut werden und dann auch irgendwie recycelt werden müssen, haben wir uns von dieser Option abgewendet. Wasserstoff war und ist für uns dabei eine echte Alternative. Natürlich am besten, wenn der genutzte Wasserstoff auch grün ist. Dass dies heute aber nur in wenigen Fällen so ist, haben wir erst erfahren, als wir uns intensiver mit der Materie beschäftigten.

Da aber die nächste geeignete Wasserstofftankstelle nur 1,5 km von unserem Büro in Darmstadt entfernt ist, war die Entscheidung relativ schnell getroffen. Wir bereuen es bis heute (nach einem Jahr Nutzung!) nicht. Obwohl wir mit der Routenplanung für längere Strecken schon etwas zu kämpfen haben. Es gibt nur knapp über 70 Tankpunkte über ganz Deutschland verstreut und die Reichweite einer Tankfüllung liegt nur bei 350 km. Das wird sich in Zukunft aber schnell ändern.

Mittlerweile sind wir auch in unserer Beraterrolle Teilexperten im Thema „Innovationen durch Wasserstoff“ geworden und sehen sehr viele Potenziale, die dem Klima nutzen und auch neue lukrative Felder für Unternehmen eröffnen.

Wir würden die Entscheidung, in die Wasserstoffwirtschaft einzusteigen, heute wieder so treffen, obwohl man als Erstnutzer noch mit einigen Nachteilen und Herausforderungen zu kämpfen hat. Das liegt aber in der Natur der Sache und, wie wir aus unserer Branche nur zu gut wissen, ist das Feedback von Erstnutzern ein unverzichtbarer Bestandteil für die Weiterentwicklung von innovativen Produkten.

Haben Sie auch schon Erfahrungen mit Wasserstoff gesammelt? Wir freuen uns über Ihre Gedanken zu dem Thema.